Der Friedhof der St.-Clemens-Kirche in Nebel auf Amrum

Die historischen Grabsteine auf dem alten Friedhof der St.-Clemens-Kirche in Nebel wurden 2012/2013 in einem aufwendigen spendenfinanzierten Projekt restauriert. Diese historischen Grabsteine aus der Zeit von 1670 bis 1830 werden auch "sprechende Grabsteine" genannt, weil auf ihnen Stationen aus dem Leben der Verstorbenen eingemeißelt sind.

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Sprechende Grabsteine auf dem Friedhof der St.-Clemens-Kirche in Nebel

Bevor die Restaurierungsarbeiten beginnen konnten, war zunächst eine aufwendige Bestandserfassung erforderlich. Insgesamt wurden in den Jahren 2012/2013 152 Grabsteinen restauriert und auf dem erweiterten und neu gestalteten nördlichen Friedhofsteil von St.-Clemens auf Amrum neu angeordnet und aufgestellt.

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Die renovierten und neu angeordneten Sprechenden Grabsteine

Die meisten Verstorbenen waren Seefahrer und Walfänger. So finden sich auf den Sprechenden Grabsteinen vor allem Darstellungen von Schiffen und einer Mühle. Der erste Müller von Amrum ist hier begraben und auf seinem Grabstein ist eine Mühle abgebildet. Die Symbole sind in Sandstein gemeißelt und mit aufwändig gestalteten Ornamenten verziert.

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Grabstein des Müllers Erk Knudten vor der Renovierung

Vor der Restaurierung waren zahlreiche Inschriften mit Flechten und Moosen bewachsen, so dass sie kaum zu entziffern waren. Mit dem Spendenaufkommen ist es 2012/2013 gelungen, die historischen Grabsteine zu restaurieren, den Friedhof von St. Clemens zu erweitern und die Grabsteine neu aufzustellen und thematisch zu gruppieren.

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Grabstein des Müllers Erk Knudten nach der Renovierung

In der Broschüre "Historische Grabsteine - St. Clemens Amrum" sind das Konzept und die Vorgehensweise zur Restaurierung der historischen Grabsteine beschrieben. Auch in dem Ferienmagazin "Kleiner Amrumer 2013" wird darüber berichtet.

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Die Sprechenden Grabsteine auf dem Friedhof der St.-Clemens-Kirche vor der Renovierung

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Stand der Bearbeitung: 20. Oktober 2018