Die Wind-Mühle in Nebel auf Amrum mit Museum

Die Wind-Mühle bei Nebel wurde 1770-1771 erbaut und war bis 1962 in Betrieb. Sie steht auf der höchsten natürlichen Erhebung im Ort und gilt als Wahrzeichen von Amrum. Die Windmühle ist seit 1967 denkmalgeschützt und noch komplett mit den Mahlgängen ausgestattet. Auf der Seite www.amrumer-windmuehle.com des Vereins zur Erhaltung der Amrumer Windmühle wird die Amrumer Windmühle anschaulich vorgestellt und die Arbeit des Vereins erläutet.

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Die alte Wind-Mühle in Nebel auf Amrum im Jahr 2004 mit einem Roggenfeld im Vordergrund

Eine Besichtigung der Mühle ist unbedingt emfehlenswert. Wer das Glück hat, an einem Tag die Mühle zu besuchen, wenn das Windrad und die hölzerne Konstruktion im Innern der Mühle in Betrieb ist, fühlt sich wie auf einer Zeitreise und wird dieses Erlebnis nicht so schnell vergessen.

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Die renovierte Wind-Mühle in Nebel auf Amrum im Jahr 2015 mit Maisanbau im Vordergrund

Nach einem schweren Sturmschaden im August 2011 standen die Mühlenflügel lange Zeit still. Der Sturm löste Latten von den Flügeln und verstreute sie um die Mühle. Zusätzlich standen weitere Renovierungsarbeiten an. Die Restaurierung und Erhaltung der Amrumer Mühler ist nur durch großes bürgerschaftliches Engagement und durch Spenden möglich gewesen. Das Ferienmagazin von Amrum "Kleiner Amrumer 2012" hat darüber in der Ausgabe 2012 berichtet. Nach Abschluss der wichtigsten Reparaturarbeiten waren die Mühlenflügel 2013 wieder funktionsfähig und das Ereignis wurde gebührend gefeiert (Beitrag dazu im Ferienmagazin "Kleiner Amrumer 2013").

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Die Mühlenflügel der renovierten Wind-Mühle in Nebel auf Amrum im Jahr 2015

Der erste Müller auf Amrum war Erk Knudten, dessen Grabstein auf dem Friedhof der Nebeler St.-Clemens-Kirche steht. Aus der Inschrift dieses "sprechenden Grabsteins" gehen die Stationen seines Lebens hervor. Amrums letzter Müller und führte die Mühle von 1922 bis 1964. Ab 1964 übernahm der Verein zur Erhaltung der Amrumer Windmühle e.V. die Windmühle und baute die ehemaligen Lagerräume zum Museum um und betreibt bis heute Ausstellungsräume für Künstler. Das Museum wurde am 28. Juni 1964 eröffnet. Bis heute kümmern sich ehrenamtliche Arbeitskräfte und Spender um den Erhalt der Amrumer Mühle.

Die Mühlenflügel der Amrumer Windmühle in Betrieb (2007)

Eine weitere Amrumer Wind-Mühle ("Bertha") steht im Nebeler Ortsteil Süddorf. Die Windmühle Bertha steht in Süddorf etwa 800 Meter von der Amrumer Wind-Mühle entfernt. Sie ist ein kleiner Kellerholländer mit nicht mehr vorhandenem Steert und Segelflügeln. Sie wurde im Jahre 1893 errichten. An ihrer Stelle hatte zuvor seit 1882 eine Bockwindmühle gestanden. Die Mühle war noch bis 1942 in Betrieb. Danach verfiel sie, bis sie 1952 wiederhergestellt und der Innenraum zu Wohnzwecken umgestaltet worden ist. Die Mühlentechnik ist nicht mehr vorhanden.

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Die ehemalige Wind-Mühle ("Bertha") im Nebeler Ortsteil Süddorf war noch bis 1942 in Betrieb.

Bilder-Galerie von der Wind-Mühle in Nebel auf Amrum

Bilder-Galerie mit 25 Bildern

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Stand der Bearbeitung: 20. Oktober 2018