Amrum entdecken: Die Kniepbucht bei Wittdün bei Ebbe und Flut
Die Kniepbucht liegt direkt vor der Wandelbahn von Wittdün und präsentiert sich abhängig von den Gezeiten ganz unterschiedlich.
Ebbe und Flut prägen das Erscheinungsbild der Kniepbucht. Bei Ebbe zieht sich das Wasser fast vollständig aus der Kniepbucht zurück. Zum offenen Meer hin wird die Kniepbucht begrenzt durch den Kniephaken. Landeinwärts liegt am westlichen Ende der Kniepbucht die Strandbar Seehund. Wer immer wieder zum Urlaub in Amrum kommt, kann sich vermutlich noch gut daran erinnern, wie die Kniepbucht und der Südstrand von Wittdün bei der Strandbar Seehund früher ausgesehen haben. Die Veränderungen werden besonders deutlich beim Vergleich der Aufnahmen von 2010 mit denen von 2025. 2025 ist die Kniepbucht ist zunehmend versandet und der Kniepsand ist zunehmend begrünt. Bei Ebbe ist es möglich, die westliche Kniepbucht auf dem Sandwatt zu überqueren. In der östlichen Kniepbucht wird bei Ebbe vor gefährlichen Schlicklöchern gewarnt. Die Kniepbucht ist auch bei Kitesurfern beliebt. Aus Gründen des Vogelschutzes ist dies jedoch nicht in der Zeit von Mai bis Ende möglich.
Die Kniepbucht von Wittdün auf Amrum: Blick von der oberen Wandelbahn auf die Kniepbucht. Bei Ebbe zieht sich das Wasser fast vollständig aus der Kniepbucht zurück. (Foto: Andreas Dölz)
Vergleich der Aufnahmen von 2025 mit alten Aufnahmen von 2015 und früher zeigt die Veränderung der westlichen Kniepbucht vor Wittdün
Der Kniepsand, die große im Westen von Amrum vorgelagerte Sandbank, verändert sich laufend. Grund dafür sind die sich ebenfalls verändernden Meeresströmungen vor Amrum. Mit den Bewegungen des Kniepsands als Folge veränderter Meeresströmungen versandet die westliche Kniepbucht immer mehr. Pionierpflanzen weiten sich aus und das Gebiet vor der Strandbar Seehund und am ehemaligen Amrumer Südstrand wird zunehmend grüner....
Die Kniepbucht von Wittdün auf Amrum bei Ebbe
Bei Ebbe ist die Nordsee fast vollständig aus der Kniepbucht verschwunden. Auf dem Video vom Juni 2025 sind noch drei große Steinbuhnen zu sehen, die im Herbst 2025 abgebaut worden sind. Grund dafür war eine sogenannte Natur-Kompensationsmaßnahme des Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz
(Quelle).
Solche Kompensationsmaßnahmen sind immer dann erforderlich, wenn an anderer Stelle Eingriffe in die Natur im Zuge von Küstenschutzmaßnahmen wie Sandvorspülungen oder Deichverstärkungen erfolgen. Da die drei großen Buhnen vor Wittdün waren im Laufe der Zeit stark eingesandet wurden hatten sie keine Schutzwirkung mehr. Der Rückbau der drei Steinbuhnen wurde als eine möglich Kompensationsmaßnahme anerkannt (Quelle).
Die Kniepbucht in Wittdün auf Amrum: Blick von der oberen Wandelbahn auf die Kniepbucht und den Kniephaken bei Ebbe (Video von 2025: Andreas Dölz)
Bei Ebbe zu Fuß über das Sandwatt der hinteren Kniepbucht laufen
Der hintere Abschnitt der Kniepucht ist bei Ebbe frei zugänglich. Der Weg führt dann vom Beginn des Kniephakens am Kniepsand von Wittdün entlang des abgesperrten Bereichs über das Sandwatt zur Strandbar Seehund.
Die Kniepbucht von Wittdün auf Amrum bei Flut
Bei Flut reicht das Wassr bis zum begrünten Bereich vor der Strandbar Seehund.
Die Kniepbucht in Wittdün auf Amrum: Blick von der oberen Wandelbahn auf die Kniepbucht und die Strandbar Seehund bei Flut (Video von 2025: Andreas Dölz)
Gefährliche Schlicklöcher bei Ebbe in der östlichen Kniepbucht
Während bei Ebbe die westliche Kniepbbuucht auf dem Sandwatt überquert werden kann, gibt es bei Ebbe in der östlichen Kniepbucht gefährliche Schlicklöcher. Obwohl es verlockend aussieht, von der unteren Wandelbahn in das Watt zu laufen, wird auf Hinweisschildern an der Wandelbahn dringend davon abgeraten. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Unvorsichtige es dennoch versuchen und im Watt versinken. Dann muß die Feuerwahr anrücken und die Steckengebliebenen befreien. Damit die Helfer selbst nicht einsinken, werden Leitern eingesetzt
Galerie: Weitere Eindrücke von der Kniepbucht vor Wittdün auf Amrum bei Ebbe und Flut (49 Bilder in der Galerie)
Surfen in der Kniepbucht nicht in der Zeit von Mai bis Ende Juli
Das Kitesurfen ist auch in der Kniepbucht beliebt. Das Kitesurfen
kann jedoch zu Beunruhigung und Störungen der Eiderenten und der anderen
brütenden und rastenden Vögel führen. Neben dem kräftezehrenden Auffliegen der
Vögel, können häufigere Störungen durch Wassersportler zur Aufgabe der Brutplätze bzw. zum Verlust der Küken führen. Die Naturschutzvereine auf Amrum bitten daher darum, in der Zeit von Mai bis Ende Juli auf Kitesurfen in der Kniepbucht zum Schutz der Vogelwelt zu verzichten (Quelle).
Die Kniepbucht in Wittdün auf Amrum: Beim Kitesurfen in der Knipbucht die Schonzeiten zum Schutz der Vogelwelt geachten! (Video von 2025: Andreas Dölz)
Externe Links zum Südstrand und zur Strandbar im Seeheilbad Wittdün auf Amrum
Autor Andreas Dölz: Leidenschaftlicher Amrum-Liebhaber seit 1996 mit eigenen Eindrücken und Erlebnissen, der seine Begeisterung für die Natur der Insel und Tipps zur Urlaubsgestaltung gerne an Andere weiter gibt, die sich für Amrum interessieren. Die Beschreibungen auf dieser Website beruhen auf eigenen Erfahrungen während mehrerer Amrum-Urlaube des Autors bis einschließlich 2025. Bei Fragen zu einzelnen Themen gerne eine Nachricht an die Kontakt-Adresse. Über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen auf Amrum wird in den Amrum News berichtet. Die Rechte an den interaktiven höherauflösenden Panorama-Bildern, an den Videos und an den namentlich gekennzeichneten Bildern liegen beim Autor.
Einzelne Angaben auf dieser Seite sind dem Buch "AMRUM Landschaft Geschichte Natur" von Georg Quedens, Hans Hingst, Gerhard Stück und Ommo Wilts entnommen, erschienen 1991 im Verlag Jens Quedens Amrum. Das Buch habe ich 1976 während des ersten Amrum-Urlaubs bei der ⌕Buchhandlung Quedens in Wittdün gekauft, antiquarisch ist es noch zu bekommen.
Frühere inhaltliche Bearbeitung: , zuletzt aktualisiert: . In den Textabschnitten sind interne Links mit ✩ gekennzeichnet, externe Links mit ⌕. Kartenausschnitt der SI-Inselkarte Amrum mit freundlicher Genehmigung des SI-Verlags.).
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