Winderosion am Kniepsand von Amrum

Je nach Witterung und Gezeiten kann man am Kniepsand von Amrum bei näherem Hinsehen ein interessantes Naturschauspiel entdecken: Muscheln und anderes Strandgut auf dem Sand trotzen dem Wind und bleiben solange liegen, bis sie als Folge der Winderosion weggetragen werden.

Winderosion Kniepsand Amrum Bild03
Strandgut am Kniepsand von Amrum auf dem vom Wind geformten feuchten Sand

Ein windstiller Tag auf Amrum ist selten. Je nach Windstärke und Windrichtung wirkt sich die Kraft des Windes unterschiedlich aus. Oft werden vom Wind in den bodennahen Schichten auch Sandkörner mittransportiert. Wie bei einem Sandstrahlgebläse ist Winderosion die Folge und durch den Wind wird die Oberfläche am Kniepsand geformt.

Winderosion Kniepsand Amrum Bild06
Der feuchte Sand trocknet zunehmend ab und der anhaltende Wind legt die Muschelschalen frei

Auf dem Sand liegende Muscheln und Muschelteile schützen zunächst den darunter liegenden Sand. Wenn durch Winderosion genügend Sand abgetragen wird und die Muscheln keinen Halt mehr hat, werden auch sie vom Wind weggetragen und die Oberfläche wird eingeebnet.

Winderosion Kniepsand Amrum Bild08
Eine Herzmuschel trotzt dem Wind, der den Sand unter ihr wegbläst

Dieses kleine Naturschauspiel lässt sich am Kniepsand gut nach Niederschlägen beobachten oder wenn die Flut am Spülsaum das Strandgut etwas weiter landeinwärts transportiert hat.

Winderosion Kniepsand Amrum Bild11
Die Muschel kann dem "Sandstrahlgebläse" noch standhalten

Bläst dann von den Dünen her ein bodennaher Wind, trocknet erst der feuchte Sand, bevor er bei anhaltendem Wind weggeblasen wird.

Winderosion Kniepsand Amrum Bild16
Wenn noch mehr Sand abgetragen wird, fliegt auch die Muschel davon

Bilder-Galerie von der Winderosion am Kniepsand von Amrum

Bilder-Galerie mit 25 Bildern

Viedeo zur Winderosion am Kniepsand von Amrum

Sandsturm am Kniepsand bei Nebel: Starker Wind treibt den Sand und führt zu Verwehungen und Winderosion.

Mehr Bilder-Galerien "Amrum entdecken":

Rechte an namentlich gekennzeichneten Bildern beim Autor Andreas Dölz.

Stand der Bearbeitung: 20. Oktober 2018