Sturmschäden im Wald auf Amrum 2013 und Wiederaufforstung

Der Wald von Amrum entlang des Dünengürtels vom Leuchtturm bis nach Norddorf war besonders von den extremen Stürmen "Christian" und "Xaver" im Oktober und Dezember 2013 betroffen. Wie die "AMRUM NEWS" seinerzeit berichteten, wurde dabei Orkanstärke mit Windgeschwindigkeiten bis zu 180 km/h erreicht. Es gab enorme Schäden im Wald und beide Stürme hinterließen eine Spur der Verwüstung. Die Aufräumungsarbeiten des Windbruchs dauerten bis Ostern 2014. Nach diesen Berichten war ein Sechstel des gesamten Waldbestandes auf Amrum betroffen.

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Aufnahme von 2011: Waldrand und Heideflächen bei Süddorf

Die zu bewältigende Menge an Sturmholz von 30 Hektar vernichtetem Wald wurde an die Mole von Steenodde transportiert und dort verladen. Besonders stark war der Wald bei Süddorf betroffen. Wo früher dichter Wald stand, konnte man auch noch ein Jahr später vom Radweg aus bis auf die Dünen sehen. Wie "AMRUM NEWS" weiter berichtete nach dem Abtransport des Sturmholz  umgehend  mit der Wiederaufforstung auf den gleichen Flächen begonnen.

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Aufnahme von 2015: Sturmschäden am Waldrand bei Süddorf

Die Aufforstung wurde finanziell durch eine Spendenaktionen für die Aufarbeitung der Sturmschäden unterstützt. Nachdem dem Abtransport des Holzes wurden die aufzuforstenden Flächen gemulcht. Neu gepflanzt wurden nach den Berichten insgesamt 60.000 Jungbäume. Das zügige Ausbringen der Laubbaumsetzlinge war nur möglich durch viele Helfer, darunter eine Baumschule und die Freiwilligen des "Bergwaldprojekt".

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Aufnahme von 2011: Blick von der Aussichtdüne auf Waldrand und Leuchtturm

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert Freiwilligen-Wochen in ganz Deutschland in Kooperation mit Bildungseinrichtungen. Ziele der Arbeitseinsätze sind, "die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Ge- fährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen" (www.bergwaldprojekt.de). Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden.

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Aufnahme von 2015: Sturmschäden im Wald zwischen Süddorf und Leuchtturm

Mit der Wiederaufforstung nach den Sturmschäden ergab sich die Möglichkeit, mit der Wiederaufforstung die Entwicklung des Amrumer Waldes  zu einem Mischwald zu fördern. Bis zu den Stürmen beherrschten Schwarzkiefern und Fichten den Waldbestand.

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Wiederaufforstung im Wald bei der Vogelkoje nach den Sturmschäden 2013

Nach der eigentlichen Pflanzaktion muss der neue Bestand regelmäßig von wuchernden Traubenkirschen- und Brombeerbüschen freigeschnitten werden. Die Pflegemaßnahmen sind wichtig, damit sich die Laubbaumsetzlinge zügig entwickeln können. Auch dabei kamen wieder die freiwilligen Helfer des Bergwaldprojekts zum Einsatz um die gepflanzten Kulturen zu pflegen.